An der Saale hellem Strande
Friday, 11 June 2010 13:38
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An der Saale hellem Strande Zwar die Ritter sind verschwunden, Droben winken holde Augen, Und der Wandrer zieht von dannen,
stehen Burgen stolz und kühn,
ihre Dächer sind verfallen,
und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.
nimmer klingen Speer und Schild,
doch dem Wandersmann erscheinen
auf den altbemoosten Steinen
oft Gestalten zart und mild.
freundlich lacht manch’ roter Mund.
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.
denn die Trennungsstunde ruft;
und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.

